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Luftsicherheitsschulungen – Präsenzveranstaltungen

Luftsicherheitsschulungen – Präsenzveranstaltungen

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Schulung zum Luftsicherheitsbeauftragten / Beauftragten für Sicherheit
im Rahmen der behördlichen Zulassung zum bekannten Versender, reglementierten Beauftragten, reglementierten Lieferanten, bekannten Lieferanten oder zugelassenen Transporteur

Wer benötigt diese Schulung?

Wenn Sie den Status des behördlich zugelassenen bekannten Versenders (bV), reglementierten Beauftragten (regB), reglementierten Lieferanten (regL) oder zugelassenen Transporteurs (zT) anstreben oder als bekannter Lieferant (bL) anerkannt werden möchten, benötigen Sie u.a. einen geschulten Luftsicherheitsbeauftragten.

Der Luftsicherheitsbeauftragte ist fachlich wie auch disziplinarisch für die Einhaltung der Vorgaben der VO (EU) Nr. 2015/1998 verantwortlich und gleichzeitig der Ansprechpartner für das Luftfahrt-Bundesamt (LBA).

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß dem vom LBA vorgegebenem „modularen System" erstellt sein.

Allgemeine Schulung des Sicherheitsbewusstseins gem. Kap. 11.2.7 der VO (EU) Nr. 2015/1998

Wer muss geschult werden?

Mitarbeiter, die unbegleiteten Zugang zu sicheren Bereichen haben beim:

  • bekannten Versender
  • reglementierten Beauftragten
  • Luftfahrtunternehmen
  • reglementierten Lieferanten für Bordvorräte
  • bekannten Lieferanten für Bordvorräte
  • bekannten Lieferanten für Flughafenlieferungen oder beim Flughafen

und Mitarbeiter beim Transporteur, der Luftfracht/Luftpost befördert.

Achtung: Mit dieser Schulung dürfen Sie keine sogenannten Sicherheitskontrollen (im Sinne des Luftfahrt-Bundesamtes) durchführen. Für diese Tätigkeiten benötigen Sie eine Schulung nach Kapitel
11.2.3.9 der VO (EU) Nr. 2015/1998.

Diese Schulung ist z.B. ausreichend für

  • Reinigungspersonal
  • Handwerker bei Reparaturen im sicheren Bereich 
  • Wachpersonal
  • Fahrer, die Luftfracht, Bordvorräte oder Flughafenlieferungen transportieren, sofern das Fahrzeug vom Versender verplombt wird und die Fahrer keinen Zugang zur Ware haben

Diese Personen haben gemeinsam, dass sie mit der Ware bzw. den Luftfrachtprozessen nicht in Berührung kommen. Sie benötigen lediglich Zugang zu den sicheren Bereichen.

Personen, die nach Kap. 11.2.7 geschult sind, dürfen z.B. nicht 

  • andere ungeschulte Personen in den sicheren Bereich begleiten
  • Luftfracht, Bordvorräte oder Flughafenlieferungen produzieren, kommissionieren, verpacken, transportieren, laden, handeln etc.
  • Zugang zu den Vertriebsaufträgen erhalten, aus welchen die Versandart hervorgeht
  • usw.

Entsprechend  ist diese Schulung i.d.R. nur für Personen geeignet, die außerhalb der eigentlichen Vertriebs-, Logistik-, Produktions- und Personalprozessen im Unternehmen agieren.

Diese Schulung ist z.B. nicht ausreichend für

  • Fahrer, die Luftfracht, Bordvorräte oder Flughafenlieferungen transportieren und Zugang zur Ware haben
  • Lager- und Versandmitarbeiter, die Luftfracht, Bordvorräte oder Flughafenlieferungen kommissionieren, verpacken, verladen, transportieren
  • Produktionsmitarbeiter, die Ware herstellen, die erkennbar Luftfracht, Bordvorräte oder Flughafenlieferungen werden
  • Personalmitarbeiter, die geschulte Mitarbeiter beurteilen, einstellen, Schulungen überwachen
  • Vertriebsmitarbeiter, die Zugriff auf die Aufträge und Versandarten haben
  • IT Mitarbeiter, die Zugangsberechtigungen für sichere Bereiche und Rollen für den ERP Zugriff vergeben
  • Werksschutz, der Zugangsberechtigungen vergibt
  • usw.

Prüfen Sie genau, ob die Schulung nach Kap. 11.2.7 ausreicht, da eine ungültige Schulung zum Verlust der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt führen (LBA) kann.

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß dem vom LBA vorgegebenem „modularen System" erstellt sein.

Schulung des Betriebspersonals, das bei Fracht und Post Sicherheitskontrollen außer Kontrollen durchführt, nach Kap. 11.2.3.9 (ohne Flughafenausweis) der VO (EU) Nr. 2015/1998 im Rahmen der behördlichen Zulassung zum bekannten Versender (bV), reglementierten Beauftragten (regB) oder zugelassenen Transporteur (zT) 

Wer benötigt diese Schulung?

Wenn Sie den Status des behördlich zugelassenen bekannten Versenders oder reglementierten Beauftragten anstreben oder als Externer (z.B. Zeitarbeit, Wachunternehmen, etc.) für ein solches Unternehmen tätig sind, benötigen Sie u.a. geschulte Mitarbeiter, wenn diese Zugang zu identifizierbarer Luftfracht haben.

Des Weiteren müssen Fahrer von Transportunternehmen, die Luftfracht transportieren, diese Schulung absolvieren, wenn sie Zugang zur Fracht haben. Das ist in der Praxis fast immer der Fall.

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß dem vom LBA vorgegebenem „modularen System" erstellt sein.

Schulung des Betriebspersonals, das bei Post oder Material von Luftfahrtunternehmen, Bordvorräten oder Flughafenlieferungen Sicherheitskontrollen außer Kontrollen durchführt,
nach Kap. 11.2.3.10 (ohne Flughafenausweis) der VO (EU) Nr. 2015/1998 im Rahmen der behördlichen Zulassung zum reglementierten Lieferanten (regL) oder der Anerkennung zum bekannten Lieferanten (bL)

Wer benötigt diese Schulung?

Wenn Sie als reglementierter Lieferant Bordvorräte direkt in Flugzeuge verladen oder vom Flughafen oder einem reglementierten Lieferanten (z.B. Cateringunternehmen) als bekannter Lieferant anerkannt werden möchten, müssen Sie u.a. das Personal schulen, welches mit identifizierbaren Bordvorräten bzw. Flughafenlieferungen physisch in Berührung kommt (z.B. Produktionsmitarbeiter, Kommissionierer, Verpacker, Versandmitarbeiter etc).

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß dem vom LBA vorgegebenem „modularen System" erstellt sein.

 

Auffrischungsschulung für Luftsicherheitsbeauftragte

Die Auffrischungsschulung muss mindestens alle 5 Jahre nach erfolgreich abgeschlossener Schulung zum Luftsicherheitsbeauftragten beim bekannten Versender, reglementierten Beauftragten, zugelassenen Transporteur, Luftfahrtunternehmen, reglementierten Lieferanten oder bekannten Lieferanten wiederholt werden. Die Schulungsdauer ist vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) mit 4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten vorgegeben.

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß der inhaltlichen Vorgaben des LBA erstellt und von diesem anerkannt sein.

 

Fortbildung für Ausbilder

Die Fortbildungsunterweisung für Ausbilder gem. § 2 Abs. 3 und 4 der Luftsicherheits-Schulungsverordnung (LuftSiSchulV) i.V.m. Kapitel 11.5.5. des Anhangs der VO (EU) Nr. 2015/1998 muss zur Aufrechterhaltung der Ausbilderzulassung mindestens alle 12 Monate absolviert werden.Die Schulungsdauer ist vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) mit 3 Stunden vorgegeben.

Die Schulung muss durch einen behördlich zugelassenen Ausbilder erfolgen. Das Schulungsprogramm muss gemäß der inhaltlichen Vorgaben des LBA erstellt und von diesem anerkannt sein.

 

 

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